JHV 2018

Jahreshauptversammlung 2018 des Museumshafenvereins

 

Büsum – Die Jahreshauptversammlung des Museumshafenvereins Büsum e.V. fand am Freitag, den 2.3.2018 erstmals im Nordica Hotel Friesenhof statt, da das Gäste- und Veranstaltungszentrum (GVZ) augenblicklich umgebaut wird.

 

Vereinsvorsitzender Klaus Hinz konnte neben dem Bürgervorsteher und Vorsitzenden des Regattavereins Gerd Gehrts und Bürgermeister Hans-Jürgen Lütje wegen der grassierenden Grippewelle nur gut 70 Mitglieder und Gäste zur diesjährigen Jahreshauptversammlung begrüßen.

 

Nach dem Gedenken an die seit dem letzten Jahr verstorbenen 12 Mitglieder ging es zügig in der Tagesordnung weiter. Auf das Verlesen des Protokolls der letzten JHV wurde verzichtet, so dass zum umfangreichen Rechenschaftsbericht des Vorstandes für das Geschäftsjahres 2017 übergegangen werden konnte. Der Verein hat nunmehr ein eigenes Büro in der Werftstraße 8 bezogen als Geschäftstelle und Anlaufpunkt für die Mitglieder. Die Schiffe im Museumshafen mussten bis zur Höhe des Kranes zusammenrücken, da für den Abriss vom Vitamaris und Neubau des Hotels Lighthouse eine Behelfsbrücke über den Olen Hoov nötig war. Einige Schiffe mussten in anderen Hafenbecken einen Liegeplatz aufsuchen.

 

Die Wahlen gingen zügig vonstatten. Bernd Gorodsinsky wurde als stellvertretender Vorsitzender und Philipp Blas als Kassenwart bestätigt, neue Beisitzer sind Lutz Carmincke und Barbara Gorodsinsky. Klaus Hinz verkündete, mit einem Alter von 80 Jahren werde er nächstes Jahr den Vorsitz definitiv in jüngere Hände geben.

 

An die Niederlegung von Blumen neben dem Gedenkstein an den 50. Jahrestag des tragischen Untergangs des Rettungskreuzers Adolph Bermpohl mit dem Tod der Besatzung wurde erinnert. Der Krabbenkutter Seeteufel konnte nach diversen Besitzerwechseln vor dem Abwracken gerettet werden. Ein Investor schenkte das Schiff dem Verein unter der Voraussetzung, die kompletten Kosten für Instandhaltung und Betrieb zu übernehmen. Damit liegen neben der Rickmer Bock, den Gaffelkuttern Margaretha und Fahrewohl von Büsum jetzt vier vereinseigene Schiffe im Olen Hoov. Das Vorstandsmitglied Sigmar Schwabe vom Förderverein Kulturdenkmal Expeditionsschiff Feuerland e.V. strebt an, dass die Feuerland nach der Verholung von Harburg nach Flensburg dort wieder hergerichtet wird und sodann in seinen Bauort Büsum gehöre und im Museumshafen seinen Platz finden solle.

 

Die Beschaffung eines voll ausgerüsteten, fahrtüchtigen Krabbenkutters, um interessierten Gästen/Touristen und Einheimischen den Fisch- bzw. Krabbenfang näher zu bringen und Schulen für Objektarbeiten zur Verfügung zu stellen, konnte von der Gemeinde aus finanzieller Sicht nicht umgesetzt werden. Die Steigerung der touristischen Attraktivität des Büsumer Hafens zum Thema kultur- und zeitgeschichtliche historische Fischerei sei ein besonderes Anliegen von Hinz gewesen.

 

Die Teilnahme am Tourismustag, Bürgerfrühstück, 66. Tertiusregatta, Treffen der 40 Gaffelkutter in Glückstadt mit der Rhinplate Rund-Regatta und Helgoländer Börtebootregatta wurde aufgezählt. Das Oldtimertreffen innerhalb der 114. Kutterregatta sowie der Börtebootregatta mit Teilnahme von sieben Booten des Vereins zur Erhaltung Helgoländer Börteboote (VzEHB) fand besondere Erwähnung, da hierbei Freundschaften entstanden sind.

 

Hinz dankte den vielen helfenden Händen bei Sommer- und Herbstfesten, Shanty-Festival und Adventsfeier sowie dem Festausschuss. Ebenso ging sein Dank an die Schiffsführer mit ihren Crews, Maschinisten, Lagerverwalter usw. Das 14. Shanty-Festival wird auf der Hafeninsel stattfinden.

 

Eine Beitragserhöhung wird vom Vorstand nicht angestrebt, da die meisten Mitglieder Fördermitglieder sind.

 

Bürgermeister Hans-Jürgen Lütje stellte zum Abschuss die „Zukunft des Büsumer Hafens“ aus der Sicht der Gemeinde dar. Dichtfest, nicht Richtfest vom Hotel Lighthouse 2018, Behelfsbrücke kommt nach Abschluss der Bauarbeiten weg. Die Gemeinde wolle nach Abzug des LKN 2020 das Tonnenhofgelände teilweise erwerben. Der Masterplan sehe dort kein Hotel vor, sondern eine touristische Nutzung wie Nationalpark, Museum am Meer, Museumshafenverein, Café und Wiederbelebung der historischen Werft. Das Land wolle 2018 auch eine Überprüfung des Hafens vornehmen, Überlegungen einer weiteren Slipanlage anstellen und eine Erweiterung der Pier im Hafenbecken IV anstoßen. Veranstaltungen vor der Freitreppe gehören der Vergangenheit an, der Verkehr für Fahrzeuge und Fußgänger werde an der Freitreppe vorbeigeführt, da die Büsumer mehrheitlich keine Brücke wollen. Aus der Corona wurde angeregt, eine Klappbrücke wie in Holland von der Hafeninsel zum jetzigen Tonnenhof zu bauen.

 

Vorsitzender Klaus Hinz schloss die Versammlung mit den Worten: Man bekommt viel zu selten das, was man von Herzen wünscht, aber viel zu oft verliert man ausgerechnet das, was man niemals verlieren wollte.