JHV 2019

Jahreshauptversammlung 2019

 

Büsum - Der Museumshafenverein hatte erstmalig zur Jahreshauptversammlung in die Offene Ganztagsschule Blinkfuer eingeladen und der Vorsitzende Klaus Hinz konnten 86 Mitglieder und mit Bürgermeister Hans-Jürgen Lütje sowie Jens Peters als Vertreter des Hafenmeisters zwei Gäste begrüßen.

 

Nach dem Gedenken an die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder, Feststellung der Beschlussfähigkeit folgte der umfangreiche Rechenschaftsbericht des Vorstandes durch den Vorsitzenden. Kassenbericht, Vorstellung des Haushaltsplanes 2019, Prüfungsbericht der Kassenprüfer durch Roswitha Körner, Wahl des neuen Kassenprüfers Karl-Richard Engels, Entlastung des Vorstandes gingen zügig über die Bühne. Die Änderung der Satzung bezüglich eines weiteren Beisitzers mit Aufgabengebiet Technik wurde mit drei Gegenstimmen genehmigt.

 

Die Erklärung vom Vorsitzenden Klaus Hinz, er trete nochmals an, da sich kein Kandidat für den neuen Vorsitzenden gefunden habe, wurde mit großem Beifall der Mitglieder begrüßt. Die Wahl erfolgte dann auch einstimmig. Thomas Wendt wurde zum zweiten stellvertretenden Vorsitzenden mit großer Zustimmung wiedergewählt wie auch Bärbel Wittkopp als Schriftführerin. Als neuer Beisitzer wurde Manfred Landberg nach kurzer persönlicher Vorstellung ohne Gegenstimme einstimmig gewählt. Die erstmalige Erhöhung des Mitgliedsbeitrages seit Bestehen des Vereins wurde nach kurzer Diskussion mit großer Zustimmung gebilligt. Die Änderung der Hafenordnung wurde ohne Gegenstimme verabschiedet.

 

Nachdem Vorsitzender Klaus Hinz die Planungen, Veranstaltungen und Vorhaben für das laufende Jahr vorgetragen hatte, ergriff Bürgermeister Hans-Jürgen Lütje das Wort. Büsum habe den größten Hafen an der Westküste, am 1.1.2019 habe der Hafenkoordinator seine Arbeit aufgenommen. Das Hafenbecken III solle ausgebaggert werden, auch wenn Schadstoffe laut LKN dort aus der Zeit der Werften da sein könnten. Eine weitere Slipanlage sei nötig, falls die bei der Landberg-Werft ausfallen sollte. Die Änderungen der Fahrten nach Helgoland seien zu überdenken, die Kapazität mit nur einem Schiff sei nicht gegeben oder ein größeres Schiff müsse her, da 800 Plätze in der Saison zu wenig seien. Der Ankerplatz solle evtl. wieder für Veranstaltungen freigegeben werden, wenn kein Rückstauplatz für Baumaßnahmen mehr nötig sei.

 

Der Wunsch der Politik sei, bei Veranstaltungen ein höheres Niveau zu erreichen, nicht so viele Veranstaltungen und zu einheitlich. Themenbezogene und auch große Veranstaltungen seien nötig. Die Baubrücke werde ein Jahr länger benötigt, da an der Ostseite Bauvorhaben anstünden. Solange könnte die Freitreppe wieder für Veranstaltungen genutzt werden. Die Eröffnung vom Hotel Lighthouse sei für den 1.8.2019 vorgesehen, die erste Buchung sei ab 9.8. schon erfolgt. Das Hotel werde Büsum bereichern. Mit 500 bis 700 Tausend Euro Zusatzeinnahmen werde gerechnet, denn man rechne schon heute mit einem Haushaltsplus von 3,5 bis 4 Millionen Euro im Jahr 2019, nachdem es das defizitäre Vitamaris nicht mehr gebe. Die Straße Am Museumshafen entlang des Hotels werde angefasst, die Ostseite komme später dran nach Abschluss der dortigen Baumaßnahmen. Die Planungen laufen schon. Dort seien Ferienwohnungen geplant, doch kein Verkauf. Auch das Bauvorhaben am Kattegat stünde an. Auf Nachfrage um die Zukunft des Tonnenhofes berichtete Lütje, es sei der politische Wille, auf dem Tonnenhof kein Hotel zu bauen, auch der Masterplan sehe dieses nicht vor. Gedacht werde vielmehr an eine Kulturwerft mit Jazz-Konzerten, ein Nationalpark werden angestrebt, ein Café, eine Wiederbelebung der historischen Werft, kleine Tribüne und Verweilplätze pp. Auf dem Hotel Lighthouse werde wegen der Unterbrechung des Leuchtsignales des Leuchtturmes durch das Hotel mit einer Sequenz vom Hotel aus ersetzt, dieses sei nur als kleiner Lichtblitz bemerkbar.

 

Der Vorsitzende Klaus Hinz schloss die erfolgreiche Versammlung mit den Worten:

Du verlierst dich selbst, wenn du versuchst, an jemandem festzuhalten, dem es egal ist, dich zu verlieren.